Archiv

März 2017
Mo
Di
Mi
Do
Fr
Sa
So
 
 
 1 
 2 
 3 
 4 
 5 
 6 
 7 
 8 
 9 
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
31
 
 
 
 
 

User Status

Du bist nicht angemeldet.

Aktuelle Beiträge

Aargauer Zeitung: "Margraf...
Bis vor einigen Monaten war unklar, ob Jürgen...
sesaminput - 21. Nov, 10:21
Geht Margraf doch nicht...
Jürgen Margraf habe sich noch nicht endgültig...
sesaminput - 21. Nov, 10:18
interessante Info zur...
Renato L. Galeazzi hat das Staatsexamen 1968 in Bern...
so nicht - 16. Okt, 18:25
NZZ-Leserbrief 13.8.09,...
Das Papier der Arbeitsgruppe «Lesson learned»...
sesaminput - 16. Okt, 13:32
"Sesam" heisst auf Englisch...
Was in der Schweiz mit 3'000 Kindern scheiterte, soll...
sesaminput - 9. Jul, 08:26

Hinweis

-+-+-+-+-+-+-+-

Grundlagen

Sonntag, 8. Oktober 2006

Der Fahrplan...

Die "Chronik" von Sesam besagt:
Okt 2006 vorgesehener Termin für die erste Zwischenbegutachtung (Site Visit) durch das internationale Gutachtergremium des Schweizerischen Nationalfonds (SNF).
Herbst 2006 Vorgesehener Termin für Vorstudien.
April 2007 Vorgesehener Termin für den Beginn der sesam-Hauptstudie.
Beim Züricher Informatiker Boris Glavic, federführend in Sachen Software für Sesam, steht auf der Website zu lesen:
Semester- und Diplomarbeiten

Im Rahmen des sesamDB Projektes sind aktuell einige Dimplomarbeiten aus dem Bereich Implementierung von Java Anwendungen mit Datenbankzugriff zu vergeben. Bei Interesse einfach per Mail, Telefon oder in meinem Büro melden.
Thema: Entwurf und Implementierung einer modular erweiterbaren Anwendung für Eingabe und Import von heterogene Daten
Um die heterogenen wissenschaftlichen Daten von sesam in sesamDB zu speichern wird eine Anwendung benötigt, die einem Benutzer die Eingabe oder den Import dieser Daten ermöglicht. In dieser Diplomarbeit soll ein Konzeptes für eine flexibel erweiterbare Anwendung für Dateneingabe und -import erstellt und umgesetzt werden. Diese Anwendung soll in Java implementiert werden.
Thema: Entwurf und Implementierung einer modular erweiterbaren Anwendung für die Erhebung von Daten innerhalb der sesam Studie
Für die Datenerhebung von sesam wird eine Anwendung benötigt, die den an der Datenerhebung beteiligten sesam Mitarbeitern die Eingabe von Informationen über Datenerhebungen in einem standardisierten und zum Schema von sesamDB konformen Format ermöglicht. In dieser Diplomarbeit soll ein Konzeptes für eine Anwendung für die Eingabe von Informationen über Datenerhebungen erstellt und umgesetzt werden. Diese Anwendung soll in Java implementiert werden.
Thema: Entwurf und Implementierung einer Datenbank-Clientanwendung zur Eingabe, Modifikation, Darstellung und Export von bitemporalen Personendaten
Für die Verwaltung von Terminen und persönlicher Daten der Teilnehmer der sesam Studie wird eine Clientanwendung benötigt. Diese Clientanwendung soll einem sesam Mitarbeiter ermöglichen neue Probanden in der Datenbank zu speichern, €nderungen an vorhandenen Probandendaten vorzunehmen, Termine mit Probanden zu vereinbaren und Probandendaten zu exportieren. In dieser Diplomarbeit soll ein Konzeptes für diese Anwendung entwickelt und umgesetzt werden. Diese Anwendung soll in Java implementiert werden.
Thema: Entwurf und Implementierung einer Datenbank-Clientanwendung für den Export von Daten für statistische Analysen
Die von sesam erhobenen Daten werden mit Hilfe von Statistiksoftwarepaketen wie SPSS oder STATA analysiert. Er wird eine Anwendung benötigt, um von sesam erhobene Daten in Datenformaten zu exportieren, die von weit verbreiteten Statistikprogrammen unterstützt werden. Diese Anwendung soll ebenfalls eingesetzt werden, um Daten zu exportieren, die von der sesam-Zentrale an andere Studienorte verschickt werden. Aus Sicherheitsgründen müssen diese Daten bei dem Export pseudonymisiert werden. In dieser Diplomarbeit soll ein Konzeptes für diese Anwendung entwickelt und umgesetzt werden. Diese Anwendung soll in Java implementiert werden.
Wenn diese Seite nicht bereits hoffnungslos veraltet ist, weil die Arbeiten längst vergeben sind, dann klingt das sehr danach, als ob für Entwurf und Programmierung von zentralen Bausteinen zur Datenverwaltung von Sesam erst noch DiplomandInnen gefunden werden müssen. Was bedeutet das für den Termin April 07, wenn die Hauptstudie (siehe oben) beginnen soll? Denn dann müssen wohl die Arbeitsinstrumente, auch für den Umgang mit den Datenbanken, vorhanden sein und fehlerfrei funktionieren... Was erklärt wohl die Sesamleitung diesbzüglich dem "internationalen Gutachtergremium des Schweizerischen Nationalfonds (SNF)", dessen Besuch für diesen Monat angekündigt ist in der Chronik?

Donnerstag, 16. Februar 2006

"Wie nationalsozialistisch ist die Eugenik?"

Am historischen Seminar der Uni Basel findet morgen und übermorgen eine Tagung statt, die aus verschiedensten Perspektiven der Frage nachgeht. Sesam ist kein eugenisches Projekt, aber die Beiträge zu der Tagung enthalten anregende Hinweise für die kritische Betrachtung von Unternehmen wie Sesam. Zum Beispiel diese drei Vorträge am Samstag unter dem Titel "Positive/ negative Eugenik" (18.2.2006, 14.00-15.30h)

Mittwoch, 14. Dezember 2005

Forschungsfolgenabschätzung?

Sesam führt unter einem Dach Untersuchungen durch, die genetische, soziale und psychologische Ausrichtungen haben, sie teilweise miteinander verknüpfen.

Interpellationsantwort des Bundesrates vom 2.12.05: In diesem Zusammenhang ist es vorgesehen, sowohl bei den Eltern wie Kindern Speichelproben zwecks DNA-Analysen zu entnehmen. Die DNA-Entnahme stellt nur einen Teil des ganzen Programmes dar und dient dazu, mögliche Zusammenhänge zwischen einem allgemeinen DNA-Muster und psychosozialen und umweltbedingten Faktoren von Gruppen von Menschen zu analysieren.

Und Sesam hat explizit einen gesellschaftlichen / gesellschaftspolitischen Anspruch:

Die Erkenntnisse von SESAM (Swiss Etiological Study of Adjustment and Mental Health – Schweizerische ätiologische Studie zu Entwicklung und seelischer Gesundheit) ermöglichen es der Wissenschaft, den politisch Verantwortlichen und künftigen Generationen, das psychische Wohl des Landes nachhaltig zu stärken.

Was geschieht, wenn Sesamdaten Schlüsse ermöglichen wie: Genetische Disposition X führt in sozialem Umfeld Y mit A% (A>50) Chance zu Delinquenz Z. Was macht die politische Klasse, Auftraggeberin und Kundin von Sesam, mit solchen Aussagen?
Sind ab 2026 Kinder mit Disposition X verboten (Präimplantationsdiagnostik, abgesegnet am 16.6.05 vom National- und gestern auch von Ständerat)? Investiert die Öffentlichkeit in das soziale Umfeld Y, um es zu verändern? Oder verschärft die Legislative die Strafen für Delinquenz Z? Interessiert sich Sesam für Interpretationen der Resultate? Muss sich das Projekt überhaupt dafür interessieren? TA-Swiss stellt am 21.04.2006 einen Bericht vor über "Sozial- und kulturwissenschaftlich orientierte Technologiefolgen-Abschätzung". Ist Sesam ein Kandidat genau dafür?

Dienstag, 13. Dezember 2005

Hölzle & Pok im DRS-Tagesgespräch

Nicht direkt mit Sesam verbunden, aber dennoch interessant:

Dürfen Eltern wissen ob ihr künftiges Kind schwere Erbkrankheiten hat? In der Schweiz sind Gentests während der Schwangerschaft erlaubt. Tests am Embryo im Reagenzglas sind aber verboten. Um die Aufhebung dieses Verbots geht es morgen im Ständerat. Um Pro und Contra Präimplantations-Diagnostik geht es im Tagesgespräch. Es diskutieren: Medizinethikerin Ruth Baumann-Hölzle und die Leiterin der Zürcher Frauenklinik, Judith Pok.

Das 20minütige Gespräch bietet SR DRS als MP3 zum Download. Klick hier. 13,9 MegaBytes

Freitag, 18. November 2005

Doktorandenstellen bei Sesam

Gefunden via die Website der Schweizerischen Gesellschaft für Psychologie. Einsendeschluss war der 30.10.05. Als Voraussetzungen werden genannt unter anderem

  • Sehr gute Englischkenntnisse
  • Von Vorteil: Französisch- oder Spanischkenntnisse
  • Räumliche und zeitliche Flexibilität
  • Hohe Stressresistenz

Donnerstag, 1. September 2005

Science Fiction oder Gegenwart?

Den Schlüssel zu «Sesam» bilden 3000 Kinder. Sie sind das Herzstück der Langzeitstudie, die bis ins Jahr 2026 laufen soll. Im grossangelegten Forschungsschwerpunkt werden sie von der Schwangerschaft an über die ersten Lebensjahre bis zum 20. Lebensjahr systematisch geprüft. Beginnend mit der ersten Ultraschalluntersuchung, nehmen die Forscher ein Profil des heranwachsenden Menschen auf. In der vorgeburtlichen Phase wird beispielsweise das Bewegungsverhalten im Mutterbauch vermessen und der Herzschlag analysiert. Daraus könne man auf das Stressverhalten des Embryos schliessen. Nach der Geburt wird das Schreiverhalten aufgezeichnet und die Reaktionen der Eltern darauf. Genetische Analysen werden erstellt und das Umfeld analysiert. Ziel ist es, die Daten mit der Entwicklung psychischer Störungen zu verbinden. Und zu schauen, was gesund macht. Das Kind wächst und mit ihm die Datenberge, die angehäuft werden. Nicht nur über das Kind: In Querschnittstudien werden auch die Eltern und Grosseltern befragt und studiert. Insgesamt wollen die Forscher mit «Sesam» die Daten von 15'000 bis 17 '000 Menschen sammeln. Natürlich nur mit deren Zustimmung und anonymisiert. Dies genüge, sagt Margraf, um zu statistisch abgesicherten Daten zu kommen. Etwa darüber, was eine psychische Störung hervorrufen kann, welche Kombination von biologischen, genetischen und sozialen Faktoren dafür verantwortlich sind. Und was dagegen unternommen werden kann.

Der Text ist aus der baz vom 23.3.05. Und Margraf ist Prof. Juergen Margraf von der Uni BS. SESAM - was macht uns gesund? ist ein insgesamt über 70 Millionen Fr. schwerer NFS ("Nationaler Forschungsschwerpunkt"). Die Berner Zeitung schreibt am 4.8. darüber:

Das Budget für die erste Phase bis 2009 beträgt 17 Millionen Franken. Bis dahin sind Bundesgelder in der Höhe von 10,2 Millionen bewilligt worden. Nach der kostenintensiven Startphase soll der jährliche Aufwand rund 3 Millionen betragen. Der offizielle Start ist am 1. Oktober dieses Jahres. Die Untersuchungen an Kindern beginnen am 1. Oktober 2006. Schon relativ rasch sollen erste Ergebnisse vorliegen. So zum Beispiel über den Einfluss der sozialen Belastung während der Schwangerschaft auf Geburtsgewicht, Schlaf- und Schreiverhalten des Säuglings.

Das EDI von Couchepin weiss jetzt schon:

Die Erkenntnisse von SESAM (Swiss Etiological Study of Adjustment and Mental Health – Schweizerische ätiologische Studie zu Entwicklung und seelischer Gesundheit) ermöglichen es der Wissenschaft, den politisch Verantwortlichen und künftigen Generationen, das psychische Wohl des Landes nachhaltig zu stärken.

"Das psychische Wohl des Landes stärken", "nachhaltig"? SESAM plant Menschenversuche:

By adding an experimental manipulation of the nurture component of the assumed etiological factors (i.e., preventive intervention modules in precisely defined high-risk subjects), causal understanding will be enhanced.

SESAM sagt von sich selber:

In this way, the NCCR will help reduce or even avoid harm in human beings as well as reduce health care costs and increase competitiveness of the Swiss economy.

"Kosten im Gesundheitswesen runter" und "Wettbewerbsfähigkeit hoch"? Und weiter unten:

The NCCR will provide a large number of students and research assistants with an important opportunity to gain practical experience and acquire skills that will enhance their chances on the job market.

"Die Chancen der Forscher auf dem Arbeitsmarkt verbessern"? "Sesam" als die eierlegende Wollmilchsau mit Flügeln, die einer Strömung in der Psychologie das Goldene Zeitalter verspricht? Kritik meldet sich bisher (fast) keine, ausser:

(4.8.05) Der Basler Appell wehrt sich vehement gegen die Instrumentalisierung von Kindern zu Forschungszwecken. Wer schliesslich Zugriff auf die erhobenen Daten haben wird, ist unklar, denn als Geldgeber wird nicht nur auf Kanton und Nationalfonds, sondern auch auf die Pharmaindustrie gesetzt. SESAM ist aus den genannten Gründen mehr als fragwürdig. Der Basler Appell gegen Gentechnologie verlangt, dass das Projekt sistiert und endlich der kantonalen Ethikkommission vorgelegt wird. Der Verein wird gegebenenfalls Schritte unternehmen, gegen das Projekt rechtlich vorzugehen.

Der Verdacht bleibt, dass es darauf hinausläuft: 3'000 Kinder 20 Jahre lang totalüberwacht vom ersten Herzschlag an, 15'000 Menschen ringsum gleich mit, auf dass über diesen massenhaften Menschenversuch endgültig geklärt werde, warum die einen "nützliche Mitglieder der Gesellschaft" werden und die anderen unverbesserliche Punks (wobei ein Goldschatz an Rohdaten anfällt, der sich x-fach weiterverscherbeln lässt), alles überschrieben mit der verführerischen Frage "Was macht uns gesund?". Ist das mehr als nur eine totalitäre Männerphantasie? Unter den 15 "Principal Investigators" [davon sind 11 Deutsche] hat's 1 Frau)! Was damit aktuell läuft, weiss z.B. Google.
logo

Sesam Watch

Beobachtungen und Notizen zum Schweizer NCCR "Sesam", der 3'000 Kinder und ihr Umfeld vom ersten Ultraschallbild an 20 Jahre lang beobachten wollte (vorzeitiger Abbruch: 13.3.08). Autonom, skeptisch, ehrenamtlich. Kontakt: sesamwatch@gmail.com

Grundsätze



FAIR USE bei Zitaten.

Suche

 



Powered by FeedBlitz

Status

Online seit 4232 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 10. Sep, 15:53

Credits

vi knallgrau GmbH

powered by Antville powered by Helma

sorua enabled
Creative Commons License

xml version of this page
xml version of this topic

twoday.net AGB

Watchlinks


Aussenreaktionen
Diskussion
Ethik
Finanzen
Geistesverwandte
Grundlagen
Leserbriefe
Margraf
Medienbeobachtung
Medienreaktionen
Politikreaktionen
Sesamkontakt
Sesamprojekte
Sesamreaktionen
Sesamzitat
Veranstaltung
... weitere
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren